Ihr Stadtrat Harald Dix
Liebe Kornburgerinnen und liebe Kornburger,
liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger,
bei der
Stadtratswahl am 2. März 2008 haben Sie unseren Kornburger Mitbürger Harald Dix
in den künftigen Nürnberger Stadtrat gewählt, dessen Amtszeit am 1. Mai dieses
Jahres begann und am 30. April 2014 endet.
Für Ihr
großes Vertrauen für unseren Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und für Herrn
Harald Dix sowie für unseren weiteren Stadtratskandidaten, Herrn Dieter Spetzke
danken wir Ihnen sehr herzlich.
Wir
gratulieren Harald sehr herzlich zu seiner Wahl und wünschen ihm alles Gute,
alle Kraft und eine glückliche Hand für sein künftiges Wirken als Stadtrat.
In Nachfolge
von Stefan Kunz, der als Ortsbeirat von 1978 bis 1984 und als Ortssprecher vom
Februar 1985 bis zum 30. April 2008 unsere Interessen im Nürnberger Stadtrat
vertreten hat, wird sich Harald Dix als Stadtrat in guter Zusammenarbeit mit
unseren Vereinen, Verbänden, Organisationen und Institutionen und mit Ihnen
gerne für unsere Stadt Nürnberg, für unseren Stadtteil Kornburg, für unsere
Lebensqualität und für Ihre berechtigten Interessen einsetzen.
Die SPD
Kornburg dankt Stefan Kunz sehr herzlich für sein insgesamt mehr als
30-jähriges engagiertes Wirken mit Herz für Nürnberg, für unseren Stadtteil,
für uns Alle.
Durch die
Wahl von Harald Dix in den Stadtrat gibt es in der kommenden Stadtratsperiode
keine/n Ortssprecher/in mehr geben, da diese/r gemäß der Bayerischen Gemeindeordnung
nur in Stadtteilen gewählt werden kann, die nicht mit einem Bürger ihres
Stadtteils im Stadtrat vertreten sind.
Im
Unterschied zum Ortssprecher, der im Stadtrat zwar Antrags- und Rederecht, aber
kein Stimmrecht besitzt, hat Harald Dix auch das Stimmrecht.
Bitte wenden
Sie sich mit Ihren Wünschen und Anliegen vertrauensvoll an ihn.
Die
Kontaktdaten finden Sie in seiner nachfolgenden Vorstellung .
Im Folgenden
stellt sich unser künftiger Stadtrat Harald Dix kurz vor.
Nochmals ganz
herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und herzliche Grüße
Ihre SPD
Kornburg
und
Ihr Johannes
Breitner, Vorsitzende
Ihr Dieter
Spetzke, Stellvertretender Vorsitzender
Ihr Dr.
Abdoulaye Diallo, Stellvertretender Vorsitzender
Ihr Stefan
Kunz, Ehrenvorsitzender & bisheriger Ortssprecher
Ihr Harald
Dix, Stadtrat
Harald Dix
"Die Idee wird zur materiellen Gewalt, wenn
sie die Massen ergreift."
Harald Dix, bis vor kurzem Betriebsratsvorsitzender der AEG /
Electrolux
Lebenslauf
von Harald Dix
Persönliche
Daten Harald Dix
Christof – Dotzauer - Str. 31
90455 Nürnberg
Tel.: 09129 / 29 70 288
Mobil: 0163 / 63 23 330
E-Mail: harald.dix@stadt.nuernberg.de
geboren am 22.08.1961 in Schatzlar
/ Riesengebirge
verheiratet mit Katrin Dix seit 1990,
4 Kinder im Alter 14, 12, 10 und 6 Jahren
Beruf: Werkzeugmacher
Sachgebiete: Arbeit, Wirtschaft, Recht, Schule,
Soziales
2002 Wahl als
BR-Vorsitzender
1998 Freistellung als
Betriebsratsmitglied
1991 Wahl als
Vertrauenskörper - Leiter
1987 Wahl zum
Betriebsratsmitglied
1987 Wahl in die
Vertrauenskörper - Leitung
1981 bis
1986 Vertrauensmann im Werkzeugbau
1980 bis
1986 Jugendvertreter
1977 Wahl zum
Vertrauensmann für Auszubildende
1976 Mitglied der IG Metall
Zivildienst
1986 bis 1987 Zivildienst
in derSanaklinik am Birkenwald
Berufspraxis
1980 bis 1992 Werkzeugmacher in der Instandhaltung teilweise in 3-Schicht
Berufsausbildung
1976 bis 1980 Werkzeugmacher in der AEG Hausgeräte Werk Nürnberg
Schulbildung
1967 bis
1971 Grundschule in
Neuburg / Donau und Nürnberg
1971 bis
1976 Hauptschule mit
Qualifizierendem Abschluss in Nürnberg
Funktionen
in der AEG Hausgeräte
GBR-Vorsitzender
der Electrolux-Vertriebs-GmbH
stellv.
GBR-Vorsitzender der AEG Hausgeräte GmbH
Mitglied
im Europäischen Betriebsrat und im Europäischen Betriebsausschuß
Mitglied
im Aufsichtsrat bei AEG Hausgeräte GmbH und Electrolux Deutschland GmbH
Funktionen
in der IG Metall
als
Jugendfunktionär mehrere Jahre im Ortsjugendausschuß,
Jugendgruppenleitung und Jugendbildungs-Referentenarbeitskreis
Mitglied in der Delegiertenversammlung, Mitglied des Ortsvorstandes, Mitglied der OV-Revision,
Mitglied
der SPD seit 2006
Mitglied bei Greenpeace
Mitglied der IG Metall
Mitglied der bayerischen Tarifkommission
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Harald Dix bei der Demonstration für den Erhalt der AEG (Electrolux)
und den Erhalt der Arbeitsplätze seiner Kolleginnen und Kollegen,
aufgenommen
am 20. Dezember 2005
Portrait von Harald Dix
Harald Dix - AEG-Betriebsratschef mit Sendungsbewusstsein
Von Thomas Meiler, dpa
Nürnberg (dpa/lby)
- Den Kampf um die 1700 Arbeitsplätze im Nürnberger AEG-Hausgerätewerk hat
AEG-Betriebsratschef Harald Dix verloren. Den Kampf um den Industriestandort
Deutschland will er nicht verloren geben. «Die inländische Weiße-Ware-Branche
hat ihren Marktanteil in Deutschland um sechs Prozent erhöht», sagt Dix unter
Berufung auf die Marktforscher der GfK. Die Anteile von AEG hingegen seien in
der Folge des sechswöchigen Streiks deutlich eingebrochen.
Der AEG-Streik ist inzwischen
Geschichte. Dix, Galionsfigur der Protestbewegung, muss neu über seine Zukunft
nachdenken. Gemeinsam mit den verbliebenen 600 Kollegen will er am 1. April
2007, einen Tag nach der endgültigen Schließung des Werkes, in die
Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft (GPQ) wechseln.
Im Alter von 15 ließ er sich bei AEG
zum Werkzeugmacher ausbilden. «Die Lehrzeit war eigentlich die schönste Zeit»,
sagt er heute. Mehr als 30 Jahre stand er im Dienst des Unternehmens. «Bis auf
die Schulzeit habe ich mein ganzes Leben bei der AEG verbracht. Da schwelgt man
schon in Erinnerungen», bekennt der 45-Jährige freimütig.
Sein 30. Dienstjubiläum am 1.
September verbrachte er nicht im Kollegenkreis, sondern gemeinsam mit seiner
Frau Katrin und seinen vier Kindern am oberitalienischen Lago Maggiore. «Nach
Feiern war mir nicht zumute», sinniert er. Viele von den damaligen Weggefährten
der ersten Stunde sind auch heute noch bei AEG. Eigentlich hätten sie noch 15
bis 20 Arbeitsjahre vor sich. Doch statt gemeinsam alt zu werden, wechseln sie
jetzt gemeinsam in die GPQ, die den Sturz in den Abgrund Arbeitslosigkeit
maximal ein Jahr abfedern kann.
Doch zuvor stehe allen
AEG-Beschäftigten ein trauriges Weihnachten ins Haus - das zweite traurige
Christfest in Folge. «Erst zerrte die Schließungsankündigung an den Nerven,
jetzt die Angst vor der Zukunft.» Bis zum 31. März 2007 sei es schließlich
nicht mehr lange hin. Sein Mitgefühl gilt den 50 Familien, aus denen 2 oder
sogar noch mehr Familienmitglieder bei AEG arbeiten: «Die trifft es doppelt.»
Obwohl die Werksschließung nicht
verhindert werden konnte, habe der Streik das Land verändert. «Es bleibt was
zurück«, ist der sendungsbewusste Arbeiterführer überzeugt. Es sei ein
Verdienst der AEG-Beschäftigten, «dass der Trend wieder zu hochwertigen
Hausgeräten geht». Electrolux habe die Schließung des Nürnberger Werkes mit
einem Boom bei Billiggeräten begründet. «Das Argument war falsch», meint Dix.
Vom neuen Qualitätsbewusstsein profitierten Unternehmen wie Miele, Liebherr
oder Bosch-Siemens, die noch in Deutschland produzierten. Das habe er sogar
persönlich im Elektromarkt beobachten können, als er für die Familie einen
neuen Geschirrspüler kaufte: «von Miele».
Die Zahl 46
hat für Harald Dix gleich zwei wichtige Bedeutungen: 46 Tage und Nächte
streikten seine Kolleginnen und Kollegen von der AEG im Winter 2006 gegen die
Schließung des Hausgerätewerkes in Nürnberg: „Der Streik war in seiner Härte
aber auch in seiner Solidarität einmalig in Deutschland.“ Der 46-Jährige war
dabei, an vorderster Front. Zum aktiven IG-Metaller wurde er schon mit 16
Jahren. In seiner Firma machte der gelernte Werkzeugmacher im Betriebsrat eine
steile Karriere – vom Jugendvertreter bis zum Mitglied des europäischen
Betriebsrates (2002 bis 2007). Das charismatische Überzeugungstalent spricht
Dix niemand ab, ebenso Stehvermögen, Konfliktfähigkeit und einen
bemerkenswerten Erfahrungshintergrund in den Bereichen Arbeitsrecht,
Wirtschafts- sowie Sozialpolitik. Jederzeit und gut abrufbares Potenzial für
seine künftige Arbeit im Nürnberger Stadtrat. Dort möchte sich der passionierte
Motorradfahrer und überzeugte Familienvater den Bereichen Arbeit, Wirtschaft,
Recht, sowie Schule und Soziales widmen. Seine Wie städtische Zukunftsvision lautet:
„Nürnberg ist eine Stadt voll Leben, Toleranz und Solidarität.“ Bestes Beispiel
dafür und schon ein Teil davon ist der Gewerkschafter Harald Dix in eigener
Person.